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Neuerscheinungen Frühjahr 2012

Stand: 13. März 2012

Citrix-Studie: Deutschland beim mobilen Arbeiten führend
48 Prozent der deutschen Unternehmen setzen auf mobiles Arbeiten. Das ist eines der Ergebnisse der Studie Global Workshifting Index von Citrix Systems. Weltweit liegt dieser Wert bei 37 Prozent. Mit der Einführung mobiler Arbeitsmodelle und passender Technologien haben Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf ihre benötigte geschäftliche Infrastruktur. Dadurch können sie von jedem Ort aus so arbeiten, wie sie es auch vom Bürorechner innerhalb des Firmennetzwerkes gewohnt sind. Dank dieser Unabhängigkeit entstehen neue Beschäftigungsarten, mit denen Unternehmen ihren Mitarbeitern deutlich mehr Freiheiten bei der Wahl des Arbeitsortes oder der Arbeitszeiten einräumen können. Gleichzeitig sorgt dieser Ansatz häufig für niedrigere IT-Kosten und einen geringeren Wartungsaufwand seitens der Unternehmen.
Für Firmen stehen hauptsächlich die Kostenersparnis innerhalb der IT sowie die höhere Produktivität im Vordergrund. Zu den häufigsten Pluspunkten für die Beschäftigten werden die deutlich größere Mobilität sowie die Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und Endgerät gezählt. Im Einzelnen nennen die Befragten folgende Aspekte als wesentliche Gründe für die Einführung von mobilen Arbeitsmodellen:
·         Flexibilität hinsichtlich Zeit, Ort und Endgerät: Wo entsprechende Richtlinien bereits in Kraft sind, heben 73 Prozent (weltweit: 71 Prozent) die verbesserte Mobilität ihrer Mitarbeiter als eines der Hauptargumente für die Einführung hervor. Außerdem geben 61 Prozent (weltweit: 63 Prozent) der Verantwortlichen an, dass sie Angestellten auf diese Weise das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen.
·         Unterbrechungsfreie Anbindung im Störungsfall: Eine überwältigende Mehrheit der Umfrageteilnehmer sieht in dem Vorantreiben des mobilen Arbeitens auch einen wichtigen Beitrag zur Geschäftskontinuität. So sind 85 Prozent (weltweit: 93 Prozent) der befragten IT-Verantwortlichen der Ansicht, dass die Desktop-Virtualisierung helfen kann, den Geschäftsbetrieb bei Störungen und unvorhergesehenen Zwischenfällen aufrecht zu erhalten.
·         Reduzierung von Mieten, Reise- und Personalkosten: Flexibleres Arbeiten, die Einbeziehung von Home Offices und alternative Arbeitszeiten sorgen bei den Unternehmen in vielen Bereichen für Kosteneinsparungen. So stellt für weltweit 45 Prozent der Befragten die Senkung der Personalkosten einen wichtigen Faktor dar. Für 39 Prozent der Unternehmen erleichtern mobile Arbeitszeitmodelle zudem das Rekrutieren von Arbeitnehmern in Regionen mit geringerem Lohnniveau. Die mögliche Senkung der Gebäudekosten beziehungsweise Mieten spielt für insgesamt 38 Prozent der Arbeitgeber eine Rolle. Positive Auswirkungen auf den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit nennen 26 Prozent als einen ihrer Beweggründe.
·         Anwerbung hochqualifizierter Mitarbeiter: Insgesamt 45 Prozent (weltweit: 51 Prozent) der Unternehmen sehen in flexiblen Arbeitsangeboten außerdem einen Wettbewerbsvorteil im Werben um hochqualifizierte Arbeitskräfte. Ebenso bestätigte fast die Hälfte aller teilnehmenden Unternehmen, dass sie nun auf ein deutlich größeres Know-how und einen umfassenderen Wissenspool zurückgreifen können, als dies bei starren Arbeitsstrukturen der Fall gewesen ist. Dies sei vor allem auf die bessere Anbindung von Partnern, Auftragnehmern und freien Mitarbeitern zurückzuführen.
Die Desktop-Virtualisierung entwickelt sich zunehmend zu einer der Schlüsseltechnologien für die Einführung flexibler Arbeitsplätze. Mit 89 Prozent (weltweit: 91 Prozent) zieht ein überwiegender Teil der deutschen Studienteilnehmer bis Ende 2013 eine Einführung der Technologie in Betracht oder setzt diese bereits ein. Davon wollen 45 Prozent (weltweit: 57 Prozent) die virtuellen Desktops auch zum weiteren Ausbau des mobilen Arbeitens nutzen. Mit Hilfe der Desktop-Virtualisierung können Nutzer von jedem beliebigen Ort und Rechner aus ihre gewohnte Arbeitsumgebung auf dem Desktop anzeigen lassen. Gleichzeitig schützt diese Technologie vertrauliche Informationen des Unternehmens vor Verlust und Diebstahl, da sich die Daten nicht auf dem jeweiligen Gerät selbst, sondern sicher im Rechenzentrum des Arbeitgebers befinden. Dieser Aspekt steht auch für die meisten befragten IT-Verantwortlichen im Fokus. Insgesamt haben 92 Prozent (weltweit: ebenfalls 92 Prozent) der Unternehmen Desktop-Virtualisierung nach eigenen Angaben auch zur Verbesserung der eigenen Datensicherheit eingeführt.
Für die im März vorgestellte Studie wurden insgesamt 1.100 IT-Verantwortliche in elf Ländern nach ihrer Einstellung zu neuen Arbeitsmodellen befragt. Demnach wollen hierzulande 92 Prozent der Firmen bis Ende 2013 das flexible und mobile Arbeiten durch die Einführung von Richtlinien weiter fördern. Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich klar im Spitzenfeld.

Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus: Geschäftsreiseanteil nur 21 Prozent
Die gesamten Konsumausgaben der touristischen Besucher in Deutschland belaufen sich im Jahr 2010 auf 278,3 Milliarden Euro. Mit 241,7 Milliarden Euro wird der weitaus größte Teil dieser Ausgaben (87%) von inländischen Touristen getätigt. Ausländische Touristen geben 36,6 Milliarden Euro (13%) aus. Privatreisen liegen mit einem Ausgabenanteil von 79% klar vor den Geschäftsreisen. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ hervor, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Anfang Februar vorgelegt hat.
Bezogen auf die Struktur des touristischen Konsums entfallen die meisten Ausgaben (75%) auf tourismuscharakteristische Produkte wie Gaststätten- und Beherbergungsleistungen, Luftfahrtleistungen, Dienstleistungen in den Bereichen Sport, Erholung, Freizeit und Kultur sowie auf Ausgaben für Treibstoff.

AirPlus-Studie: Weltweite Trends im Geschäftsreise-Management
Die Anzahl der Unternehmen, die ihre Reiseausgaben analysieren, steigt weiter. Laut der Anfang Februar veröffentlichten AirPlus-Studie überprüfen im Schnitt 82 von 100 befragten Travel Managern die Reisekosten in ihren Unternehmen akribisch. Dabei setzen 42 Prozent der Unternehmen weltweit spezielle Analysetools ein. Am häufigsten tun dies brasilianische Travel Manager (80 Prozent), gefolgt von ihren Kollegen in Frankreich (54 Prozent), Singapur (52 Prozent) und Österreich (48). In Deutschland dagegen nutzt nur gut ein Drittel professionelle Werkzeuge zur Kostenkontrolle.
Die so gewonnenen Ergebnisse werden künftig vermehrt für Benchmarking genutzt: Hierbei geht es darum, die Geschäftsreiseausgaben innerhalb des Unternehmens mit eigenen oder auch mit externen Daten zu vergleichen. Der Studie zufolge sehen 58 Prozent der Reiseverantwortlichen weltweit das Benchmarking ihrer Reiseausgaben als entweder bereits etabliert oder zumindest als Trend an. Insgesamt setzen bereits 42 Prozent der befragten Travel Manager Benchmarking Tools ein. Vornan stehen dabei Unternehmen in den USA, Großbritannien (jeweils 64 Prozent nutzen die Tools) und Südafrika (62). Schlusslichter sind Spanien (20), China (22) und Mexiko (5). In Deutschland setzen erst 24 Prozent der Unternehmen Benchmarking Tools ein, elf Prozent planen aber in den kommenden zwölf Monaten die Einführung einer solchen Lösung.
Auslöser für gesteigerte Kostenanalyse und exakteren Kostenvergleich dürften der Befragung zufolge die Erwartungen an künftige Zusatzkosten sein. Nur neun Prozent aller Reisemanager halten diese für einen eher kurzfristigen Trend, 34 Prozent sehen hier eher eine langfristige Entwicklung, und für 31 Prozent haben sich Zusatzentgelte im Reisesektor fest etabliert. Insgesamt budgetieren 74 Prozent der befragten Reiseverantwortlichen die Zusatzkosten mit ein. In Deutschland sind das erst 39 Prozent der Travel Manager. Sie liegen gemeinsam mit ihren spanischen Kollegen (26 Prozent) im internationalen Vergleich sehr eindeutig auf den letzten beiden Rängen.
Als weiteren wichtigen Trend für Geschäftsreisende hat die Studie den Einsatz mobiler Technologien und Endgeräte zur Reiseorganisation ermittelt. Weltweit sehen 45 Prozent hier einen langfristigen Trend, nur acht Prozent betrachten die Entwicklung als eher kurzfristig. Weltweit gesehen erlauben 53 Prozent der Unternehmen ihren Reisenden den Einsatz von mobilen Lösungen – zum Beispiel, um während einer Reise den Buchungsstatus zu überprüfen oder sogar selbstständig zu ändern. Weitere fünf Prozent wollen eine solche Nutzung durch die Reisenden in den kommenden zwölf Monaten ermöglichen. Führend im Einsatz sind die USA (73 Prozent), gefolgt von Australien (63), Südafrika, Frankreich und Skandinavien (je 78). Unternehmen in Deutschland (40), Spanien (38) und China (42) lassen ihren Reisenden weniger Freiheiten beim Einsatz solcher mobilen Lösungen.
Eng verbunden mit mobilen Endgeräten für Geschäftsreisende ist die Nutzung sozialer Netzwerke als Informationsbasis für unterwegs. Weltweit erwarten 27 Prozent der Travel Manager einen langfristigen Trend, zwölf Prozent glauben, der Trend habe sich bereits etabliert. Vor allem in Südeuropa – dort glauben 19 Prozent der Verantwortlichen an einen bereits etablierten Trend – wird die Auswirkung von Social Media auf den Geschäftsreisesektor als groß angesehen. Aber auch als Informationsquellen für die eigene berufliche Tätigkeit nutzen weltweit bereits 40 Prozent der Reiseverantwortlichen Social Media Tools, weitere vier Prozent wollen sie in den kommenden zwölf Monaten einsetzen. Vorreiter sind auch hier die Travel Manager in den Südafrika (68 Prozent) und den USA (54 Prozent). In Deutschland (24 Prozent), Belgien (21 Prozent), Mexiko (18 Prozent) Frankreich (16 Prozent) und Spanien (13 Prozent) bleiben die Geschäftsreiseverantwortlichen zurückhaltend.
34 Prozent der Befragten gaben an, nicht ausreichend Zeit für das Reisemanagement zu haben. Das entspricht nur einer minimalen Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, als noch 37 Prozent über dieses Problem klagten. Selbst in Unternehmen mit hohen Reiseausgaben setzt jeder Zweite (48 Prozent) für die Verwaltung von Reisethemen nur ein Viertel seiner Arbeitszeit ein, gerade einmal 15 Prozent sind in der angenehmen Situation, mehr als drei Viertel ihrer Bürostunden diesem Thema widmen zu können. Diese Zahl erscheint umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die Unternehmen in dieser Kategorie jährlich mindestens eine Million US-Dollar für Geschäftsreisen ausgeben.
Viele Travel Manager versuchen, ihre Zeitprobleme in den Griff zu bekommen, indem sie ihre Arbeit mithilfe professioneller Methoden organisieren. So verfügen inzwischen 82 Prozent der befragten Unternehmen über Reiserichtlinien – eine Steigerung von elf Prozentpunkten im Vergleich zur Studie vor der Rezession im Jahr 2009. 82 Prozent (im Vergleich zu 78 Prozent) analysieren ihre Reiseausgaben, 81 Prozent statt 75 Prozent nutzen Unternehmenskreditkarten. Ihre Buchhaltung auf elektronische Rechnungen umgestellt haben 59 Prozent der Befragten. Auch diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr (48 Prozent) deutlich gestiegen. 
Die Erhebung wurde im Auftrag von AirPlus vom internationalen Marktforschungsinstitut 2hm durchgeführt. Befragt wurden 1.701 Reiseverantwortliche aus Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz, Singapur, Südafrika, Spanien, den USA und dem Vereinigten Königreich.

CWT-Studie: Trends und Prioritäten im Travel Management 2012
Für internationale Travel Manager sind die vier wichtigsten Prioritäten 2012: Einsparungen bei Ausgaben für Flüge und andere Transportmittel, bessere Einhaltung der Reiserichtlinien, Optimierung der Hotelausgaben und mehr Nutzung von Online Booking Tools. Hier wird enormes Einsparpotenzial gesehen. Das geht aus der CWT-Umfrage „Travel Management Priorities for 2012“ unter 290 Travel Managern hervor, die Ende Januar veröffentlicht wurde.
Um ihre Ziele zu erreichen, nutzen Travel Manager ein breites Spektrum von Maßnahmen: Sie verbessern die Kommunikation zu Reiserichtlinien und ihrer Einhaltung (eine CWT-Studie hat gezeigt, dass nur die Hälfte der Reisenden die Richtlinien ihres Unternehmens kennt), sie unterstützen die Mitarbeiter bei den Online-Buchungsprozessen und geben die verbindliche Nutzung der bevorzugten Leistungsträger vor. Die Kommunikation zur Steuerung auf bevorzugte Leistungsträger gewinnt auch durch die vermehrte Nutzung mobiler Technologien weiter an Bedeutung.
Die Umfrage zeigt einige Unterschiede je nach Region. Die Ausgaben für Flüge und andere Transportmittel einzusparen, stehen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika an der Spitze der Prioritätenliste. In der Region Asien/Pazifik dagegen legen Travel Manager mehr Wert auf beispielsweise die Optimierung von Hotelausgaben, was mit den hohen Auslastungsquoten in einigen Städten der Region zusammenhängt. Travel Manager in Nordamerika nennen die Einhaltung von Reiserichtlinien als oberste Priorität.
Als wichtige Markttrends nennt CWT das kontinuierliche Wachstum der Reiseausgaben in der Region Asien/Pazifik, die wachsende Nutzung mobiler Lösungen für Geschäftsreisen, zunehmende Kostenkomplexität durch Zusatzentgelte und Kreditkartenaufschläge sowie die starke Aufmerksamkeit, die strategische Ansätze für das Veranstaltungsmanagement erfahren haben.

Avis Travel Trends: 25 Prozent wollen 2012 öfter verreisen
Der Geschäftsreisemarkt in Deutschland erweist sich stabiler als in anderen europäischen Märkten. Denn die Häufigkeit der Geschäftsreisen in Deutschland ist höher als im europäischen Durchschnitt: 56 Prozent der Befragten sind mehr als einmal alle zwei Wochen geschäftlich unterwegs – 44 Prozent sogar mindestens einmal wöchentlich (europäischer Durchschnitt: 34 Prozent). Das sind Ergebnisse der „Avis Travel Trends“-Umfrage, die die Autovermietung europaweit durchgeführt hat. Online befragt wurden 3.750 Geschäftsreisende in zehn Ländern über ihre Reisetätigkeit 2011 sowie ihre Pläne für 2012. 25 Prozent der Befragten wollen 2012 noch öfter verreisen. Nur 15 Prozent schätzen, dass sie geschäftlich weniger unterwegs sein werden.
Mehr als zwei Drittel der Befragten haben 2011 ihr Geschäftsreiseverhalten durch Reduzierung der Kosten oder eingeschränkte Reisehäufigkeit angepasst. Ein Viertel der Befragten schätzen, dass sie 2012 wieder häufiger unterwegs sein werden. Dabei überwiegen laut 77 Prozent der Befragten Kurzstreckenreisen.
2011 wurden Geschäftsreisen in Deutschland durch die Rezession weniger stark getroffen als in anderen Märkten: 43 Prozent gaben an, dass die Wirtschaftskrise keine Auswirkung auf ihr Reiseverhalten im Kurzstreckenbereich hatte (33 Prozent bei Langstrecken).
95 Prozent der deutschen Befragten glauben, dass auch 2012 Face-to-Face-Meetings beziehungsweise ein Mix aus Meeting, Telefonat und Emails unverzichtbar sein werden. Das ist der höchste Wert, der im Vergleich zu den anderen Ländern der Umfrage erzielt wurde.

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