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Aktuelle Studien und Umfragen zum Thema Geschäftsreise

Stand: 20. Juli 2010


  • Advito Industry Forecast: Geschäftsreisemarkt erholt sich schneller als erwartet
    Der Geschäftsreisemarkt erholt sich in den meisten Teilen der Welt schneller als erwartet. Allerdings geht es in Europa nach wie vor nur langsam voran. So das zweite Quartals-Update der Branchenprognose „2010 Industry Forecast“, das Anfang Juli vom Beratungsunternehmen Advito veröffentlicht wurde.
    Die wachsende Nachfrage nach Flügen führt in Verbindung mit einem nur geringen Anstieg der Kapazitäten zu steigenden Preisen – wobei es große Unterschiede zwischen den Regionen gibt. Auf transatlantischen und transpazifischen Flügen gewinnt das Premiumsegment an Bedeutung. Business Class-Tarife auf regionalen Flügen scheinen hingegen vom Aussterben bedroht zu sein. Für Europa erwartet Advito eine weiterhin rückläufige Nachfrage nach regionalen Flügen. Dementsprechend fallen hier auch die Preise in der Economy Class. Die Prognose ändert sich deshalb von einem leichten Anstieg in einen Netto-Rückgang.
    Die Preise für Hotelzimmer bleiben auf einem niedrigen Niveau. Zum einen, weil die Erholung in den Industrienationen langsamer vonstatten geht und zum anderen aufgrund eines Überangebots an Hotelzimmern in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Markt für Hotelprogramme wird 2010 ein vom Käufer bestimmter Markt bleiben. Der Markt für Meetings und Incentives berappelt sich nach dem Tiefststand im Jahr 2009 zwar wieder. Die Preise liegen allerdings immer noch unter dem Niveau von 2008.
    Die Flugausfälle während des Vulkanausbruchs im April haben die Themen Fürsorgepflicht und Kommunikation mit den Reisenden auf die Tagesordnung vieler Unternehmen gebracht. 
     
    Meeting- & EventBarometer: Jede vierte Reise geschäftlich motiviert
    Jede vierte Reise (27 Prozent) aus Europa nach Deutschland war letztes Jahr eine Geschäftsreise. Das geht aus dem „Meeting- & EventBarometer“ hervor, den das Europäische Institut für TagungsWirtschaft (EITW) im Auftrag des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC), des GCB German Convention Bureau und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) erstellt hat. Dieser Anteil liegt weit über dem europäischem Durchschnitt. Zudem haben die Reisen eine hohe wirtschaftliche Bedeutung: Nach Studien der DZT wurden 2009 rund 64 Milliarden Euro Umsatz durch Geschäftsreisen generiert.
    Der Löwenanteil geht auf Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung zurück: Bei den 72,5 Millionen Inlandsreisen wurden 39 Milliarden Euro umgesetzt. Die 9,6 Millionen Geschäftsreisen aus Europa erbrachten einen Umsatz von 6,4 Milliarden Euro. Die 1,3 Millionen Reisen aus Übersee trugen mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro zum Gesamtergebnis bei. Die rund 540 Millionen innerdeutschen Tagesgeschäftsreisen schlugen mit einem Umsatz in Höhe von 14 Milliarden Euro zu Buche.
    Im Vergleich zum Vorjahr gingen Geschäftsreisen um acht Prozent zurück. Während die traditionellen Geschäftsreisen (Gesamtanteil an den Geschäftsreisen von 53 Prozent) nur ein relativ moderates Minus von drei Prozent im Jahresvergleich 2008/2009 verzeichnen, nahmen die Geschäftsreisen zu Messen und Ausstellungen sowie zu Kongressen, Tagungen und Events um zwölf Prozent ab.
    Insgesamt fanden 2009 fast zweieinhalb Millionen Veranstaltungen in Deutschland statt (minus 10,9 Prozent im Vergleich zu 2008), die mit 302 Millionen Teilnehmern besucht waren (minus 4,8 Prozent). Der Anteil der ausländischen Teilnehmer blieb mit 5,5 Prozent stabil.

    Low Cost Carrier bauen Marktanteil aus
    Fast jeder dritte Passagier an deutschen Verkehrsflughäfen war 2009 ein Low-Cost-Kunde. Zu diesen Ergebnissen kommt der Low-Cost-Monitor, den der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 12. Mai vorgestellt hat. Im Winterflugplan 2010 boten 17 Low Cost Carrier in Deutschland mehr als 4.100 wöchentliche Flüge an. Das entspricht einem Zuwachs von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt nutzten 2009 über 53 Millionen Passagiere die Angebote von Low Cost Airlines. Damit konnte dieses Segment den Marktanteil am gesamten Passagieraufkommen gegenüber dem Vorjahr auf 28,9 Prozent leicht steigern. Im innerdeutschen Verkehr flogen 2009 mit 20,1 Millionen Passagieren im Vergleich zum Vorjahr 1,3 Prozent mehr Passagiere mit Low Cost-Fluggesellschaften (2008: 19,8 Millionen Passagiere). Hingegen sank die Nachfrage im grenzüberschreitenden Verkehr um 4,2 Prozent auf 33 Millionen Passagiere. Im Frühjahr dieses Jahres wurden im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr 495 unterschiedliche Strecken bedient. Das entspricht einem Zuwachs von über 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    American Express: Die "Neue Normalität" bei Geschäftsreisen
    Travel Manager sind davon überzeugt, dass 2010 wieder mehr geschäftlich gereist wird. Die Reisehäufigkeit wird jedoch aller Voraussicht nach nicht mehr auf frühere Niveaus zurückkehren. Denn es hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen: Aufgrund einer höheren Sensibilität gegenüber Reisekosten sind der Return on Investment sowie kostengünstige Alternativen zu Geschäftsreisen bedeutungsvoller geworden. Dies ergab eine weltweit für American Express Business Travel durchgeführte Befragung von Travel Managern.
    Derzeit ist zu beobachten, dass viele Unternehmen verstärkt in Technologien investieren, die helfen Kosten zu sparen und effizienter zu arbeiten. 74 Prozent der Befragten weichen inzwischen auf Telefonkonferenzen aus und rund 72 Prozent auf webbasierte Online-Konferenzen, wenn ein persönliches Treffen nicht unbedingt notwendig ist. Nur knapp zehn Prozent der befragten Unternehmen haben noch keine Alternativen zu persönlichen Meetings etabliert. Auch in Online-Buchungstools wird immer häufiger investiert. Ihr Vorteil: Die jeweiligen Reiserichtlinien können in das System integriert werden, so dass ihre Einhaltung sichergestellt werden kann. Bereits 64 Prozent der befragten Unternehmen nutzen ein Online-Buchungstool für die professionelle Abwicklung von Geschäftsreisen.
    Die Untersuchung zeigt auch, dass professionelles Management von Reisekosten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bereits mehr als jedes zweite befragte Unternehmen nutzt ein Internettool zur Reisekostenkontrolle. Von diesen wiederum verknüpfen 86 Prozent das Tool mit ihrer Firmenkreditkarte - so sparen sie Prozesskosten und Zeit, da die manuelle Eingabe entfällt. Die Ergebnisse der Analysen werden insbesondere genutzt, um bessere Verträge mit Anbietern von Reisedienstleistungen auszuhandeln (74 Prozent) sowie die Einhaltung der Reiserichtlinien zu überprüfen (66 Prozent). Viele Unternehmen greifen inzwischen härter durch, wenn die Reiserichtlinien missachtet werden. 65 Prozent der Befragten sprechen bereits bei erstmaligem Verstoß gegen die Richtlinien eine Verwarnung aus, knapp 22 Prozent informieren den Vorgesetzten oder die Personalabteilung.
    Während das Travel Management inzwischen bei vielen Unternehmen eine hohe Professionalität aufweist, gibt es im Veranstaltungs-Management noch großen Nachholbedarf: Nur rund 27 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, spezielle Richtlinien für die Durchführung von Veranstaltungen zu haben. Die Verantwortung für Meetings ist traditionell auf verschiedene Abteilungen verteilt. Damit steigt die Gefahr von Ineffizienzen bei der Lieferantenauswahl und beim Einkauf.

    AirPlus: Bilanz nach der Luftraumsperrung durch Vulkanasche
    Europas Geschäftsreisende haben sich aufgrund der Luftraumsperrungen nach Alternativen zum Flugzeug umschauen müssen. Dabei sind sie in erster Linie auf die Bahn und Mietwagen ausgewichen. Die Zahl der gebuchten Bahntickets lag an allen Tagen der Aschewolke konstant um ein Drittel höher als normal. Mietwagen wurden 17 Prozent häufiger gebucht. Gleichzeitig stieg die Zahl der Hotelübernachtungen um 19 Prozent. Für Restaurantbesuche gaben Geschäftsreisende in der Krisenwoche 15 Prozent mehr aus. Dies ist das Ergebnis des AirPlus Business Travel Index Ende April.
    Die Stornorate für Flugtickets stieg in den Tagen der Aschewolke ausfallbedingt auf das Sechsfache im Vergleich zum Durchschnitt. Auf das allgemeine Buchungsverhalten von Europas Geschäftsreisenden hat die temporäre Sperrung allerdings nur geringe Auswirkungen gezeigt – das Volumen lag hier annähernd auf Normalniveau. Bei der zeitlichen Reiseplanung war allerdings eine Veränderung zu beobachten: Buchungen in der Krisenwoche zielten auf einen wesentlich kurzfristigeren Reisetermin. Besonders ausgeprägt zeigte sich dies bei Reisenden in der Business Class. Sie entschieden sich im Schnitt für einen Abflugtermin rund eine Woche nach der Buchung. Zum Vergleich: Im Jahresmittel wird eine Flug-Geschäftsreise in der Business Class rund 14 Tage im Voraus gebucht.
    Die Ausnahmesituation der Krisenwoche hat auch den durchschnittlich gezahlten Preis für alternative Verkehrsmittel beeinflusst – das zeigt sich bei Bahn- und Mietwagenleistungen. Geschäftsreisende mieteten 17 Prozent häufiger einen Wagen, bezahlten aber 26 Prozent mehr im Vergleich zum normalen Durchschnitt. Hier spiegelt sich das kurzfristig geänderte Nutzungsverhalten wider: Überdurchschnittlich lange Strecken, eine längere Mietdauer sowie Aufschläge für Einwegmieten. Wenig überraschend steuerten Geschäftsreisende auch häufiger Tankstellen an und gaben für Betankung 18 Prozent mehr aus.
    Ein ähnliches Bild bei Bahnleistungen: Einem Drittel mehr Tickets steht ein Ausgabenplus von über 50 Prozent gegenüber. Hier zeigt sich, dass Geschäftsreisende die Bahn vor allem als klare Alternative zum Flugzeug genutzt haben und damit auch vergleichsweise längere Strecken zurückgelegt haben. Am 17., 19. und 21. April gaben sie soviel für Bahntickets aus wie bisher an keinen anderen Tag in 2010.
    Die Tatsache, dass viele Reisende nicht wie gewünscht an ihr Ziel kamen, spiegelt sich auch in einem 20 Prozent höheren Volumen bei Bargeldabhebungen wider. Taxifahrten wurden vor allem in den ersten beiden Tagen des gesperrten Luftraums (15./16.April 2010) überdurchschnittlich oft in Anspruch genommen. Die häufigere Bezahlung von Telekommunikationsleistungen belegt gleichzeitig, dass Europas Geschäftsreisende vielfach auch auf virtuelle Meetings und Telekonferenzen ausgewichen sind.

    Amex: Travel managers express a willingness to spend on technology
    When a company takes no action in relation to providing mobile services to travelers, they need to consider impacts of employees striking out on their own to access what they need on the road, American Express Business Travel warns in their survey “Managing Travel in the New Normal”. This is said to have the potential of threatening compliance to policies and suppliers, similar to when travelers went on any website to book travel before managed programs offered corporate booking tools that help ensure company policies, procedures, and preferred suppliers are used by employees.
    Survey respondents anecdotally reported that their travelers increasingly desire to leave their laptops behind and these companies have also seen demand for mobile services increase. Respondents also suggested personal mobile services are seen as a potential threat to a traditional managed travel environment. When respondents were asked specifically about which tools and services their companies make available to their travelers, 37 percent said they leverage technology and mobile services to make life on the road easier, more than 17 percent are researching such tools, while 26 percent said it is not a priority for their organization.
    More than 40 percent of C-level executives are willing to spend on new virtual meetings technologies, is another finding of the survey. This indicates that top decision-makers likely view the concept of virtual travel as a beneficial investment and supports the idea that companies are transitioning from targeting cost reductions to a strategy built around more thoughtful spending to connect employees. 74 percent said their companies use or plan to use audio-conferencing as an alternative to travel. 15 percent of respondents are currently researching broadband collaboration options. 10 percent have no alternative technology strategy to replace in-person meetings.
    An interactive scorecard of American Express Business Travel now offers to measure how prepared companies are with adjustments made during the recession and in the face of travel demand coming back: “Companies need to ask themselves: did we cut travel in the right places and did we make the proper investments to support smart travel when recovery begins?” Anyone responsible for oversight or management of travel can use this scorecard available at www.americanexpress.com/newnormalquiz. A series of questions are asked related to travel, including demand management strategies, compliance practices, technology implementation, and data integration. Throughout the experience, users are provided tangible advice and tips. Several methods for determining results, including a real-time benchmarking feature inform users how they fare in comparison to others who answered similar questions in the survey. At the end, users are categorized according to a three-level scale:
    ·         Strategic Leader - leading the pack in tackling the demands placed on travel buyers as a result of the new normal in business travel
    ·         Demand Manager - effectively pulling the levers of travel and demand management and implementing solutions that address the new normal
    ·         Change Agent - keen awareness of pressures exerted on business travel as a result of the new normal and working to apply best practices to address them
    The survey was conducted in January 2010 among 169 participants directly involved in managing corporate travel policies and budgets across more than 30 industries in North America, Europe, Asia/Pacific, Central/South America and/or Africa/Middle East.

    HRS „Hotelpreisradar“: Weltweiter Sturzflug der Übernachtungskosten
    Hotelübernachtungen waren im Januar 2010 in vielen internationalen Metropolen günstiger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt der neue, monatliche „Hotelpreisradar“ von HRS. Das Hotelbuchungsportal nahm die durchschnittlichen Hotelpreise von deutschen, europäischen und weltweiten Städten unter die Lupe. Im Vergleich zu 2009 konnten viele Geschäftsreisende im Januar 2010 sparen: In München etwa 16 Prozent, in Athen 23 Prozent und im indischen Mumbai sogar 40 Prozent (durchschnittlicher Preis je Doppelzimmer).
    In München konnten sich Hotelgäste im Januar über eine durchschnittliche Hotelpreissenkung von 16 Prozent freuen. Damit hat die bayerische Landeshauptstadt ihren Platz als eine der teuersten Übernachtungsstädte geräumt und liegt im Januar im Mittelfeld. In Dresden sind die Preise für Übernachtungen ebenfalls um etwa sechs Prozent gefallen. Für Berlin-Reisende blieb dagegen alles beim Alten, die Durchschnittspreise waren stabil. Nur Reisende in Frankfurt am Main mussten einen Anstieg der Preise je Doppelzimmer von rund fünf Prozent hinnehmen. Damit hat Frankfurt bei den Hotelpreisen im nationalen Vergleich weiterhin die Nase vorn und zählt zu den teuersten Städten in Deutschland.
    Auch in europäischen Städten konnten Geschäftsreisende im Januar von Preissenkungen bei Hotelübernachtungen profitieren. In Athen sind die Preise für eine Übernachtung im Doppelzimmer um durchschnittliche 22 Prozent gefallen. In Madrid und Moskau konnten Hotelgäste eine Ersparnis von bis zu 25 Prozent erzielen. Moskau zählt trotzdem weiterhin zu den teuersten europäischen Städten. In Istanbul zahlten Reisende im Doppelzimmer bis zu 16 Prozent weniger. Auch Zürich senkte die Preise um etwa 16 Prozent. Die Schweizer Hauptstadt bleibt aber im Vergleich zu anderen europäischen Städten immer noch auf einem hohen Preisniveau. In London blieben die Hotelpreise im Durchschnitt stabil.
    Im internationalen Vergleich erweist sich Mumbai als die Stadt mit dem höchsten Preisverfall. Bis zu 40 Prozent günstiger übernachteten Gäste der Stadt im Januar im Doppelzimmer. In Dubai freuten sich Reisende über Preissenkungen von bis zu 30 Prozent. Auch für Hotelübernachtungen in Buenos Aires und Mexiko-Stadt hat HRS Preissenkungen nachgewiesen. Jeweils etwa 25 Prozent günstiger waren Übernachtungen dort. Vergleichsweise tiefer in die Tasche greifen, mussten Reisende in Seoul und in Toronto. New York blieb im Januar seinem Ruf als eine der weltweit teuersten Metropolen treu – trotz 13 Prozent Preissenkung. Auch Vancouver hat kurz vor den Olympischen Winterspielen die Preisschraube nach oben gedreht.

    CWT-Umfrage: Einsparungen stehen bei Travel Managern unverändert hoch im Kurs

    Die Optimierung der Hotelausgaben, eine stärkere Einhaltung von Reiserichtlinien, verbesserte Prozesse für einfache Buchungen sowie weitere Kostensenkungen bei Flügen und anderen Transportmitteln – das sind für Travel Manager die vier wichtigsten Prioritäten 2010. Das ergab die eine Studie von Carlson Wagonlit Travel (CWT), die Anfang Februar veröffentlicht wurde. Sie zeigt zudem handlungsorientierte Maßnahmen und Best Practices auf, mit deren Hilfe Unternehmen aus ihrem Geschäftsreiseprogramm den maximalen Nutzen ableiten können.
    „Travel Management Priorities for 2010: Decisive Opportunities for Success“ basiert auf einer weltweiten Umfrage von CWT unter 169 Travel Managern im vierten Quartal 2009. Auf die Frage, welche Projekte zum Management des Firmenreiseprogramms aus einer vorgegebenen Liste im Jahr 2010 höhere Priorität bekommen als 2009, führten 50 bis 60 Prozent die oben genannten vier Bereiche an.
    Für mehr als ein Drittel der Befragten sind die weitere Konsolidierung des Firmenreiseprogramms sowie die Entwicklung messbarer Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators) weitere wichtige Prioritäten für 2010. Umweltfreundlichere Firmenreiseprogramme stehen bei nur 13 Prozent der befragten Travel Manager ganz vorne und nehmen daher den letzten Platz der Liste ein.
    Nachfolgende Priorisierung nahmen die befragten Travel Manager anhand der Frage „Welchen der folgenden Bereichen räumen Sie 2010 eine höhere Priorität ein als 2009?“ vor. Dabei waren Mehrfachantworten möglich:
    ·         Hotelausgaben optimieren 60%
    ·         Einhaltung der Reiserichtlinien steigern 55%
    ·         Prozesse für einfache Buchungen verbessern 50%
    ·         Einsparungen bei Flügen und anderen Transportmitteln 50%
    ·         Weitere Konsolidierung des Firmenreiseprogramms 37%
    ·         Entwicklung messbarer Leistungsindikatoren 36%
    ·         Optimierung der Reiserichtlinie 34%
    ·         Besseres Reiseerlebnis für die Reisenden 33%
    ·         Meetings und Events lückenlos und professionell erfassen 32 %
    ·         Sicherheit der Reisenden erhöhen 26%
    ·         Umweltfreundlicheres Firmenreiseprogramm13 %
    Für 2010 erwartet CWT eine Senkung verhandelter Hoteltarife und nur eine marginale Nachfrage der Travel Manager und Reiseinkäufer nach dynamischen Hotelpreisen. Aufgrund fortschreitender Konsolidierung der Airlines, Kapazitätsrückgängen und zusätzlichen Entgelten im Flugverkehr geht CWT von höheren durchschnittlichen Flugticketpreisen aus. Darüber hinaus wird der Wettbewerb unter den Bahnanbietern zunehmen, und die Mietwagenunternehmen werden unvermindert auf Kostenkontrolle setzen bei gleichzeitiger Erhöhung der Tarife und Stornogebühren. CWT sieht zudem Weiterentwicklungen zur Verbesserung des Reiseerlebnisses der Geschäftsreisenden durch Mobile Services, papierlose Bordkarten sowie drahtlosen Internetzugang bei Flug- wie Bahnreisen.
    Die vollständige Studie „Travel Management Priorities for 2010: Decisive Opportunities for Success” steht unter www.carlsonwagonlit.de zum Download bereit.

    ADAC testet Reiserücktritt bei Billigfliegern
    Wer einen bereits gebuchten Billigflug nicht antreten kann, bekommt den reinen Flugpreis in keinem Fall erstattet. Von den Nebenkosten, die nur anfallen, wenn tatsächlich geflogen wird, erstatten die Gesellschaften im Schnitt nur 56 Prozent. Das hat der ADAC bei einer Untersuchung von 15 Billigfluganbietern im Januar herausgefunden.
    Am besten schnitten dabei die SAS und Spanair ab, die immerhin je 89 Prozent der 91 bzw. 89 Euro teueren Nebenkosten zurückzahlten. Erstattungen über 80 Prozent gab es auch bei Turkish Airlines, TUIfly und Condor. Nicht einen Cent rückte dagegen Ryanair für den nicht angetretenen Flug heraus. Damit verdient die Gesellschaft an einem Kunden, der storniert, deutlich mehr, als an einem, der fliegt. Da der Flug selbst nur mit drei (!) Euro zu Buche schlägt, die eingesparten Nebenkosten aber 76 Euro betragen, wird aus dem Draufzahlgeschäft ein satter Gewinn. Der nicht angetretene Flug kann darüber hinaus noch einmal verkauft werden.
    Die Kritik des ADAC richtet sich aber nicht allein auf die Höhe der Erstattung. Auch das Verfahren, um nach einer Absage wenigstens einen Teil der Kosten zurückzubekommen, ist teuer und schwierig. Während die Buchungen meist schnell und problemlos über das Internet getätigt werden können, ist von Kundenservice im Stornofall meist kaum mehr etwas zu spüren. Beispiel easyJet: Der ADAC-Mitarbeiter sucht lange auf der Homepage, bis er den Hinweis auf eine 0900-Nummer findet. Dort ist kein Durchkommmen. In der Warteschleife wird ihm schließlich empfohlen, ein Mail zu schreiben. Erst nach dem zweiten Mail gibt’s Geld zurück, und zwar gerade mal zwölf Euro vom Gesamtpreis von rund 77 Euro. Rechnet man noch 8,43 Euro Handykosten für sieben Minuten Hotline ab, bleiben 3,57 Euro übrig. Im Callcenter von Germanwings erfährt der ADAC-Tester – für 99 Cent pro Minute – dass er im Internet ein neunseitiges Formular findet, das er am besten per Einschreiben mit Rückschein an die Gesellschaft schicken sollte. Der Erfolg: 33 Euro Erstattung bei einem Gesamtpreis von 144 Euro.
    Bemängelt wird vom ADAC auch, dass der Kunde oft nicht ersehen kann, wie sich der Erstattungsbetrag zusammensetzt. Die wenigsten Gesellschaften listen verständlich auf, wie sich dieser zusammensetzt.
    Bei der Untersuchung des Automobilclubs wurden von den Testern bei 15 Airlines einen Monat vor Reiseantritt online ein Hin- und Rückflug zum günstigsten Tarif gebucht und zwei Wochen später wieder abgesagt. Die Flüge sollten jeweils von München (KLM: ab Berlin, Ryanair: ab Frankfurt-Hahn) in europäische Großstädte gehen.

    Internet-Hotelportale sind oft unzuverlässig
    Wer sich über Hotels informieren will, ist bei www.holidaycheck.de „gut“ aufgehoben. Andere Portale wie Votello, tripadvisor oder zoover tun hingegen wenig, um Manipulationen auszusortieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test, für die sie 13 Portale, die Hotelbewertungen im Internet anbieten, getestet hat.
    Fast 31 Millionen Deutsche nutzen das Internet für ihre Reiseplanung. Wichtig ist den Nutzern von Communities im Netz eine große Vielfalt an Meinungen sowie die Echtheit der Bewertungen. Zur Prüfung der Manipulationskontrolle hat die Stiftung deshalb auf jedem Portal fingierte Bewertungen abgegeben, zum Beispiel eine völlig falsche Angabe zur Lage des Hotels oder Bewertungstexte in auffälliger Katalogsprache. Die meisten Hotelbewertungsportale ließen sich täuschen und veröffentlichten zumindest einen Teil des Schwindels. Nur bei hotelkritiken.de wurde keine der Falschbewertungen veröffentlicht. Außerdem wurden die Voraussetzungen zur Bewertungsabgabe, die Detailltiefe und die Hotelinformationen bewertet. Insgesamt schnitten von sieben Hotelbewertungsportalen eines „gut“, fünf „befriedigend“ und eines „mangelhaft“ ab.
    Bei den ebenfalls geprüften sechs Hotelbewertungen auf Buchungsportalen lag HRS bei der Bewertungsabgabe vorne, gefolgt von opodo und ab-in-den-urlaub.de. Hier stehen die Bewertungen von Hotels aber nicht im Vordergrund und angezeigt werden meist nur buchbare Hotels.
    Der Hotelverband Deutschland (IHA) will den konstruktiven Dialog mit den Internetportalen intensivieren, um einen wirksameren Schutz vor Fälschungen und ungerechten Bewertungen zu erzielen und das Gäste-Feedback für das Qualitätsmanagement der Hotels besser nutzen zu können.

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